Tierchen – Schmetterlinge, Spinnen, Käfer & sonstiges Getier rund um mein Haus

Grüne Mosaikjungfer:                                                                                                                    Aug. 2017

Die grüne Mosaikjungfer ist eine Libellenart aus der Familie der Edellibellen, welche der Unterordnung der Großlibellen angehören. Es handelt sich bei der grünen Mosaikjungfer um eine große Libelle mit einer Flügelspannweite von max. 8,5cm.

Die grüne Mosaikjungfer ist in den Monaten Juli bis Oktober an stehenden Gewässern des nördlichen Mitteleuropas einschließlich Norddeutschland anzutreffen. Wir haben ein kleines Schwimmbecken und auch einen kleinen Brunnen, der mit eigenem Wasser gespeichert wird. Dabei ist Vorkommen von der Existenz der Krebsschere abhängig, in welche die Weibchen beinahe ausschließlich ihre Eier einstechen. Ihre Jagdflüge finden meist in der Abenddämmerung statt.

Krebsschere (Stratiotes aloides): Die Krebsschere ist eine Wasserpflanzenart aus der Familie der Froschbissgewächse.

Die grüne Mosaikjungfer wird in der roten Liste Deutschlands in der Kategorie 1 - vom Aussterben bedroht - geführt. Das Verschwinden der Libelle ist bedingt durch ihre enge Bindung an die Krebsschere auf dieselben Ursachen zurückzuführen wie das Verschwinden der Pflanze.

Japanischer Eichenseidenspinner:                                                                                        Aug. 2017

Der japanische Eichenseidenspinner ist ein Schmetterling der Familie der Pfauenspinner. Die Art war ursprünglich nur in Ostasien verbreitet und wurde durch den Menschen zur Seidenzucht nach Europa importiert. Sie gehört mit einer Flügelspannweite bis etwa 140 mm zu den größten in Mitteleuropa auftretenden Schmetterlingen und ist hier unverwechselbar. Ich habe meinen abgemessen - 15 cm! Hauptnahrungspflanze der Raupen sind Eichen.    

Schönbär:                                                                                                                                      Juni 2017

Dieser Bärenspinner ist schon von Weitem zu erkennen. Ungewöhnlich für einen Nachtfalter, fliegt er bei Tag und besucht Blüten, um Energie zu tanken. Auf dem Sommerflieder fällt er besonders auf, weil er die Flügel halb geöffnet trägt und dabei seine bunten Farben zeigt. Der Kontrast der schwarzen, hell gepunkteten Vorderflügel zu den karminroten Hinterflügeln wird dabei besonders deutlich. Außerdem glänzen die Flügel in der Sonne leicht metallisch. In Südeuropa sieht man den Schönbär manchmal in großen Schwärmen durch schattige, feuchte Täler fliegen. Die wichtigsten Nektarblumen dieses Schmetterlings sind Dost, Flockenblumen und Disteln. Bei mir habe ich ihn auf der Eberraute angetroffen und mich sehr über seine Anwesenheit gefreut!

Merkmale:

Spannweite 5-6 cm. Metallisch glänzende schwarze Vorderflügel mit runden hellen Flecken. Hinterflügel signalrot.

Vorkommen:

Feuchte Talwiesen, Bachschluchten, felsige Täler auf Kalkböden mit Fließgewässern.

Weißfleck-Widderchen, ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Unterfamilie der Bärenspinner:                                                                                                                                                                Juni 2017

Merkmale:

Das Weißfleck-Widderchen erreicht eine Flügelspannweite von 35 bis 40 Millimeter. Seine Flügel sind schwarzblau und haben weiße Flecke, deren Anzahl und Größe unterschiedlich sein können. Ein weiteres Merkmal ist der auf dem Hinterleib befindliche breite, gelbe Ring. Die schwarzen Fühler  haben weiße Spitzen.

Die Raupen erreichen eine Länge von bis zu 30 Millimetern. Der graue Raupenkörper ist mit kurzen Büscheln grauer Haare bedeckt, die auf schwarzen Warzen sitzen. Der Raupenkopf ist rötlichbraun gefärbt.

Das Weißfleck-Widderchen imitiert mit seinem Aussehen das Veränderliche Widderchen (Zygaena ephialtes), das für Vögel giftig ist und von diesen gemieden wird. Das Weißfleck-Widderchen profitiert davon.

Die Raupen des Weißfleck-Widderchens fressen insbesondere krautartige Pflanzen, darunter Erikagewächse wie Heidekraut, sowie Pfeifengras, Ampfer, Labkraut und Wegerich. Die Raupen überwintern in einem gemeinsamen Gespinst am Boden und fressen danach noch bis Mai. Die Falter schlüpfen von Juni bis Juli.

Vorkommen:

Das Weißfleck-Widderchen tritt insbesondere in Südeuropa auf, kommt aber auch in Mitteleuropa bis in den Nordwesten und Nordosten Deutschlands vor. Im Osten reicht die Verbreitung bis Kleinasien und Transkaukasien. Die Art bevorzugt trockene Bereiche, die offen mit Bäumen und Sträuchern bewachsen sind, ebenso wie Waldränder. In Mitteleuropa ist das Weißfleck-Widderchen besonders in lichten Wäldern und buschigen Abhängen anzutreffen.

Widderchen-Paarung auf Brennnessel                                                                                  Juli 2017

Raupe des Tagpfauenauges                                                                                                      Juni 2017

Raupen vom Tagpfauenauge                                                                                                     Juli 2017

raupe
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Raupe vom "Großen Kohlweißling": 

Kapuzinerkresse im Garten und Kohlpflanzen ziehen den Großen Kohlweißling magisch an. Auf seinen Suchflügen nach den Futterpflanzen für die Raupen fliegt dieser Falter typische Linienflüge entlang der Vegetation. Seine gelben Eier legt er in Gruppen von 60-100 Stück auf die Blattunterseiten. Die behaarten gelb-schwarzen Raupen können binnen weniger Tage ein Kohlfeld kahl fressen. Diese wohl häufigste einheimische Art unterliegt aber starken Schwankungen, denn oft werden die Raupen von der Brackwespe befallen, die sie vor der Verpuppung abtötet. In manchen Jahren wandern Kohlweißlinge weite Strecken. Als Kulturfolger erreichen sie fast jeden Garten. Zum Schutz der Kohlpflanzen im Garten sollte man die Raupen absammeln.

Merkmale:

Spannweite 5-6,5cm. Cremeweiß mit dunklen Spitzen im Vorderflügel. Flügel unterseits gelblich. Weibchen ober- und unterseits mit zwei schwarzen Flecken, Männchen nur unterseits gefleckt.

Vorkommen:

Von April bis Oktober überall häufig in offenem und gartenähnlichem Gelände.

Distelfalter: 

Dieser Wanderfalter fliegt jedes Jahr aus dem Mittelmeerraum bis ins norddeutsche Flachland. Die ersten Falter treffen im Mai ein. Im Hochsommer folgen weitere Zuwanderer und mischen sich mit der mittlerweile hier aufgewachsenen neuen Generation. Die Falter bevorzugen offenes Gelände und Gärten, besonders Brachstellen mit Disteln und Brennnesseln. Besonders gut beobachten lassen sie sich auf dem Schmetterlingsstrauch. Hier sind auch die weißen Flecken auf den schwarzen Flügelspitzen gut zu erkennen, die den Distelfalter vom Kleinen und Großen Fuchs unterscheiden. Im Herbst wandern viele in den Mittelmeerraum zurück.

Merkmale:
Spannweite 4,5-6 cm. Flügel orange, Vorderflügel schwarz und weiß gefleckt, Hinterflügel nur schwarz gefleckt. Unterseite rosa, gelbgrün, braun, weiß und schwarz marmoriert.

Vorkommen:

Mit Ausnahme von Südamerika weltweit verbreitet. Auf Wiesen, in Parkanlagen und Gärten anzutreffen.

Oregano mit Wegerich-Scheckenfalter

Scheckenfalter sind für Laien schwer zu unterscheiden. Aber die genannte Art lässt sich anhand der großen schwarzen Punkte auf der inneren Randbinde der Hinterflügel leicht erkennen. Diese sind zu sehen, wenn der Falter auf Blüten saugt. So wie hier auf dem Dost. Seine Vorliebe gilt aber dem Hornklee und Hahnenfuß. Die Raupen entwickeln sich an Spitzwegerich.

Merkmale:

Spannweite 3,4 - 4,2 cm. Oberseits orangebraun mit dunklen Binden und schwarzen Punkten auf den Hinterflügeln. Unterseits gelbweiß mit gelborangen Fleckenbinden.

Vorkommen:

Blütenreiche, trockene Wiesen, Böschungen, Ödland

Hier sitzt auf dem Wasserdost ein "Feuriger Perlmuttfalter".

Das in lichten Wäldern häufige Hainveilchen ist die Futterpflanze für die Raupen dieses Schmetterlings. Deshalb lebt der schnelle, ausdauernde Flieger an Waldwegen und Waldrändern. Dort findet er seine bevorzugten Nektarpflanzen, die Disteln.

Merkmale:

Spannweite 5 - 5,8 cm. Oberseits orangebraun mit Muster aus schwarzen Punkten und Binden. Unterseits gelblich braun mit runden Silberflecken.

Fliegt nur bei voller Sonne; häufig auf Flockenblume und Disteln; Juli - Sept..

Hier sitzt auf einem Beinwellblatt der "Schornsteinfeger oder Brauner Waldvogel"

Der Schornsteinfeger fliegt selten allein, sondern tritt lieber gesellig auf. Mit seinem typischen langsamen und torkeligen Flug ist er häufiger Gast von Brombeer- und Himbeerblüten. Nach der Landung klappt er sofort die Flügel zusammen. Dann sind auf der Unterseite seine auffälligen Augenflecken zu sehen.

Merkmale:

Spannweite 3,8 - 4,8 cm. Oberseits einfarbig dunkelbraun, Weibchen etwas heller. Unterseits mit schwarzen  Augenflecken.

Vorkommen:

Häufig an trockenen sonnigen Rändern, Hecken und Bahndämmen.

Besucht auch Thymian- und Baldrianblüten; fliegt gern vormittags; Juli - Aug..

Blutströpfchen:
Alle Vertreter der Schmetterlingsfamilie Widderchen haben eine Besonderheit. Sie enthalten Gifte aus blausäurehaltigen Verbindungen. Damit sind sie für Vögel ungenießbar. Und das machen sie auch deutlich: Die Vorder- und Hinterflügel sind zur Warnung schwarz-rot gefärbt. Auch die Raupen, die sich an Hornklee entwickeln, tragen diese Warnfarbe. Viele der Widderchen besitzen eine ähnliche Warntracht. Zur genauen Bestimmung ist daher die Zahl der roten Flecken auf den Flügeln notwendig. Mit seiner Giftigkeit kann sich das Blutströpfchen eine träge Lebensweise leisten. Es fleigt langsam, schwirrt vor Blüten und sitzt gruppenweise oft stundenlang fast regungslos.

Merkmale:
Körperlänge 1,5-2 cm. Vorderflügel mit sechs roten Flecken, die drei rote Paare bilden. Fühler am Ende hakenförmig.

Vorkommen:
Blütenreiche Wiesen, sonnige Hänge, Moorwiesen, Waldränder und Waldlichtungen.

Eigentlich ist der Hauptverbreitungsraum der rund 1000 Widderchenarten die Tropen und Suptropen Asiens. Doch immerhin 30 Arten haben sich die gemäßigte Zone erschlossen und leben dort in unterschiedlichen Biotopen. Das Hornklee-Widderchen ist das erste Widderchen im Jahr. Seine Flugzeit beginnt schon im Mai.

Dost mit Brauner Bär/Russischer Bär:

Weil die Raupen auf dem Rücken dichte lange schwarze Haare tragen und an den Seiten rot-braun behaart sind, sehen sie bärenartig aus. So kam dieser Schmetterling zu seinem Namen. Die Raupen laufen uns im Juni häufig über den Weg. Die auffällig gezeichneten Falter fliegen nachts. Oft steuern sie beleuchtete Fenster an, fliegen sogar ins Zimmer und landen an der Wand. Will man sie wieder aussetzen, spreizt der Falter seine rot-weiß gemusterten Vorderflügel und präsentiert die rostroten Hinterflügel und den Hinterleib. Diese plötzlich gezeigte Warnfärbung soll Vögel und Eidechsen abschrecken. Juli/August. Sehr träge. Erzeugt bei Gefahr knirschende Geräusche.

Merkmale:
Spannweite 5-7 cm. Rötlich braune Vorderflügel mit weißer Musterung. Hinterflügel rostrot mit schwarzen Flecken. Hinterleib rostrot und sehr dick.

Vorkommen:

Häufig in Gärten und weitläufigen Parklandschaften, in lichten Wäldern und in Bachtälern.

Brauner Bär auf Wasserdost                                                                                                   (Juli 2017)

So schaut der Buchsbaumzünsler aus, der den Buchs derart zurichtet, dass man ihn abschneiden muss!

Der Schnitt sollte verbrannt werden. Anschließend werden die neu ausgetriebenen Blättchen mit XenTari besprüht. Die Sonne soll dabei nicht scheinen.

Schmalbock, Rosenkäfer und Trauer-Rosenkäfer (schwarz-weiß) tummeln sich hier auf einer Mädesüßblüte. Da ist was los!                                                                                                      Juni 2017

Plattbauch:                                                                                                                                     Juni 2017

Größe: L 40-50mm, Spannbreite: 70-80mm

Flugzeit: Mai-August

Merkmale: Hinterleib auffallend breit, bei Männchen hellblau, bei Weibchen braun gefärbt. An der Hinterflügelbasis großer, schwarzbrauner Fleck.

Vorkommen: An Gewässern mit wenig Pflanzenwuchs

Plattbauch-Weibchen                                                                                                                 Juni 2017

Plattbauch-Männchen                                                                                                               Juni 2017

Kleiner Leuchtkäfer, Glühwürmchen:                                                                                      Juni 2017

Merkmale: Männchen 8-10mm lang, dunkelbraun, 2 große Leuchtfelder unterseits im hinteren Drittel des Abdomens; Weibchen 10mm lang, gelblichweiß, larvenähnlich, nur mit abstehenden kurzen Flügelstummeln, Leuchtfelder unterseits entlang des gesamten Abdomenrandes. Halsschild bei beiden Geschlechtern vorn mit 2 durchscheinenden Fensterflecken.

Vorkommen: Waldränder, Wälder, Gärten, feuchte Wiesen; stellenweise häufig, im Norden selten. Im Jahre 2017 (Juni/Juli)  sehr häufig bei uns gesehen! Die Käfer erscheinen im Juni/Juli, also um den Johannistag (24.Juni), daher auch der Name Johanniswürmchen.

Lebensweise: Leuchtkäfer fallen insbesondere bei Dunkelheit auf, wenn die Männchen wie winzige Irrlichter in den ersten Nachtstunden durch die Lüfte tanzen auf der Suche nach Weibchen, die vom Boden Leuchtsignale an die Freier senden. Nur die Männchen orten die meist an Grashalmen sitzenden Weibchen, nicht umgekehrt (obwohl die Männchen ja auch leuchten). Das Leuchtmuster der Weibchen ist artspezifisch; der Hinterleib wird so verdreht, dass er nach oben zeigt, und leuchtet nur in dieser Stellung; manche Weibchen winken regelrecht mit dem Hinterleib. Das kalte Licht wird durch den enzymatischen Abbau des Stoffes Luciferin erzeugt, der tagsüber in den Leuchtorganen angereichert wird und nachts innerhalb von etwa 3 Stunden abgebaut ist (weshalb die Leuchtintensität mit fortschreitender Zeit abnimmt). Eiablage am Boden, gern an Graswurzeln. Die wurmähnlichen Larven überwintern und häuten sich insgesamt 5-mal. Sie ernähren sich überwiegend von Schnecken, deren Schleimspuren sie folgen. Beutetiere werden durch einen Biss getötet, wobei die Leuchtkäferlarve durch einen Kanal in der Mandibel Gift injiziert. Die Imagines fressen nicht. Entwicklungsdauer 3 Jahre.

Imagines = die aus den Jungstadien hervorgegangenen geschlechtsreifen Insekten

Glühwürmchen                                                                                                                            Juni 2017

Wespenspinne:
Merkmale:
Mit ihrer wespenähnlichen Hinterleibszeichnung eine der auffälligsten Spinnen. Bei ihr ist der Größenunterschied der Geschlechter besonders bedeutend: Die Weibchen werden bis zu 17mm lang, die Männchen nur bis etwa 6mm.

Vorkommen:

Auf sonnigen, trockenen wie feuchten Wiesen mit halbhohem, oft auch lückenhaftem Bewuchs.

Wissenswertes:

Diese eigentlich mediterrane Art ist erst in den letzten 50 Jahren bei uns häufiger geworden. Es steht zu erwarten, dass sie im Zuge der Klimaerwärmung noch zunehmen wird. Das Netz befindet sich meist in Bodennähe zwischen Gräsern und Stauden und fällt durch das weiße zickzackförmige Stabiliment in der Mitte auf. Über den Sinn dieser Struktur wird noch diskutiert: Sie könnte der Tarnung der Spinne Feinden gegenüber dienen, aber auch zur Anlockung von Beutetieren. Nach der Paarung verzehrt das Weibchen in der Regel das kleinere Männchen. Der ballonförmige, dicht gesponnene Eikokon wird in der Vegetation aufgehängt.

Bei mir im Garten erst im Spätsommer anzutreffen, es kann aber auch sein, dass sie mir erst dann auffällt, wenn sie größer ist.

Gartenkreuzspinne:

Die Gartenkreuzspinne ist leicht an den hellen, zu einem Kreuz zusammengesetzten Flecken zu erkennen. Die Flecken befinden sich auf der oberen Seite des Hinterleibs und setzen sich aus vier länglichen und einem kleinen, kreisförmigen Fleck in der Mitte zusammen. Die Grundfarbe der Spinne ist sehr variabel. Sie kann ihre Färbung an die Helligkeit ihrer Umgebung anpassen.

 

Sie gehört zu den größten einheimischen Spinnen. Die Körperlänge der Weibchen kann bis zu 18 mm betragen, die der Männchen etwa 10 mm.

 

Kreuzspinnen ernähren sich von allen Insekten, die sie in ihren Netzen fangen können, auch von Wespen, Hummeln, Bienen, Fliegen und Schmetterlingen. Die im Netz gefangene Beute wird von der Spinne gebissen und mit einem Sekretband variierender Breite aus den Spinndrüsen umwickelt. Sie dreht die Beute dabei schnell mit ihren Beinen. Beim Biss abgegebene Verdauungsenzyme zersetzen das Innere der Beute. Wenn die Spinne satt ist, spinnt sie ihre Beute erst ein und hängt sie als Vorrat in ihr Netz.

 

Im August beginnt die Paarungszeit; die Männchen werden dabei häufig von den größeren Weibchen gefressen. Die Männchen spinnen an das Netz des Weibchens einen Bewerbungsfaden und zupfen daran. Das Weibchen erkennt das Männchen am Zupfen. Ist das Weibchen paarungswillig, verlässt es die Netzmitte und begibt sich zu dem Männchen. Die Paarung dauert nur wenige Sekunden und wird meist mehrfach wiederholt. In gelblichen Kokons aus besonders fein gesponnenen Fäden legt das Weibchen im Herbst dann die Eier ab und stirbt. Die Eier überwintern im Kokon, die Jungen schlüpfen im April/Mai, die ausgeschlüpften Tiere überwintern erneut und werden erst im darauf folgenden Jahr geschlechtsreif.

 

Die Art zählt zu den häufigsten Radnetzspinnen und ist in Europa nicht gefährdet.

 

Kreuzspinnen können mit ihrem Biss die menschliche Haut nur an ihren dünnsten Stellen durchdringen. Der Biss ist nur unangenehm und medizinisch unbedeutend.

Kreuzotter oder Blindnatter? - Ich weiß nur eines, bei uns gibt es Kreuzottern!

(Juni 2016)

Auf dem Berufskraut sitzt hier ein gewöhnlicher Bienenkäfer.

Wann zu finden: Etwa von Mai bis Juli.

Wo zu finden: Waldränder, sonnige Gebüschsäume, Wiesen, Trockenrasen, Gärten.

Diesen schönen Käfer kann man mit Glück von Mai bis Juli beim Blütenbesuch beobachten. Dort macht er jagt auf andere Insekten, frisst aber auch Pollen.

Seine Larven wohnen räuberisch in Wildbienennestern und Bienenstöcken. Dort fressen sie die Larven und Puppen der Bienen.

(Juli 2016)

Streifenwanzenpaarung auf Angelikablütenstand

 

Merkmale:

Diese hübsche Wanze ist durch die auffällige Rot-Schwarz-Streifung unverkennbar, nur die seltenere Italienische Streifenwanze sieht ähnlich aus. Unsere Art wird 10 - 12 mm lang, das Schildchen bedeckt fast den gesamten Hinterleib.

Vorkommen:

Gern auf Wiesen an sonnigen Südhängen, Trockenrasen; wärmeliebende Art mit Verbreitungsschwerpunkt im Süden.

Lebensweise:

Ähnlich der Stinkwanze. Imagines (das aus den Jugendstadien hervorgegangene geschlechtsreife Insekt) und Larven saugen überwiegend an Pflanzen und können an Beeren (die dann den Wanzengeschmack annehmen) oder unreifem Getreide Schäden verursachen. Seltener werden Kleininsekten ergriffen und ausgesaugt. Die meisten Wanzen können ein unangenehm riechendes, giftiges Sekret abgeben (Stinkwanzen können es bis 20 cm weit spritzen), das der Abschreckung von Feinden dient.                                                                                                   (Juli 2016)

Roesels Beißschrecke

 

Allgemeines:
Das Zirpen der Beißschrecken besteht aus einem hohen Ton, der ausdauernd vorgetragen wird. Sie sind tag- und nachtaktiv.
Kennzeichen:
Der Körper ist grün oder braun. Am Kopf oberhalb der Augen befinden sich schwarze Längsstreifen. Die Halsschildseiten haben einen hellen, meist gelblichen Rand. Die braunen Flügel reichen etwa bis zur Hinterleibsmitte. Es gibt aber auch Exemplare mit voll entwickelten Flügeln.
Körperlänge:
14 - 18 mm
Lebensraum:
Grasland, Ebene bis Gebirge (ca. 1500 m).
Entwicklung:
Die Eier werden mit der Legescheide in die Stengel von Wiesenkräutern gelegt.

Ernährung:
Hauptsächlich von Pflanzen, aber auch von kleinen Insektenlarven.
Verbreitung:
In Mitteleuropa weit verbreitet.                                                                                                          (Juli 2016)

Unsere Old-Dame "Murly" brachte sie mit ins Haus: Europäische Gottesanbeterin!

(01. Sept. 2016)

Feuersalamander = Wegwackel:

Erwachsene Salamander ernähren sich weitgehend von wirbellosen Organismen wie Asseln, zum Beispiel Porcellio scaber, kleinen weichen Käfern sowie kleinen bis mittelgroßen Exemplaren der Wald-Wegschnecke (Arion sylvaticus), Braunen Wegschnecke (Arion subfuscus) sowie Roten Wegschnecke (Arion rufus). Die zweite der drei genannten Nacktschnecken-Arten sitzt häufig an Pilzen und wird dort vom Feuersalamander „abgeweidet“. Daneben sind insbesondere Regenwürmer (Lumbricidae) als Beute sehr beliebt, aber auch Spinnen und Insekten sind beliebte Beute; sie werden vielfach in „Chamäleon-Manier“ beschlichen und dann je nach Größe entweder mit der Zunge oder mit einem Sprung und anschließendem Zupacken der Kiefer gefangen. Generell verzehren Feuersalamander alles, was von der Körpergröße noch überwältigt und verschlungen werden kann, also unter Umständen auch andere Amphibien wie Molche oder kleine Frösche. Wenn sich die ansonsten sehr langsamen Tiere einmal dafür „entschieden haben“, Beute zu machen, können sie plötzlich sehr agil werden. Kleine Zähne im Ober- und Unterkiefer sowie am Gaumen dienen zum Festhalten und zum Transport der Beute in den Schlund. Stark pendelnde Körperbewegungen unterstützen den Schlingvorgang, insbesondere bei der Überwältigung größerer Beuteorganismen. Die Zunge spielt beim Fressen keine größere Rolle, da sie teilweise mit dem Mundboden fest verwachsen ist. Mund, Zunge und Schlund verfügen über Geschmackspapillen.

Drei kleine Fliegenpilze
Der klassische Märchenpilz ist zwar nicht unbedingt tödlich, darf aber auf gar keinen Fall gegessen werden, da schon der Genuss weniger Fruchtkörper äußerst unangenehme Symptome hervorrufen kann. Es gibt unterschiedliche Farbformen, von denen die leuchtend rote Version die bei weitem häufigste und bekannteste ist. Die Stielbasis ist knollig verdickt. Sporenpulver: weißlich; Vorkommen: Vor allem unter Birken und Fichten, aber auch unter anderen Laub- und Nadelbäumen, auf sauren Böden; Verbreitung: In den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel weit verbreitet und häufig; Fruchtkörper: Einzeln, in Gruppen oder in Hexenringen in der Nähe des Partnerbaumes; Sommer bis Herbst.

Die Vergiftungserscheinungen des Fliegenpilzes werden gemeinsam mit denen des Pantherpilzes (Amanita pantherina) unter der Bezeichnung „Pantherina-Syndrom“ zusammengefasst. Die Latenzzeit wird allgemein mit ½ bis 3 Stunden angegeben. Danach treten Symptome auf, die insgesamt einem Alkoholrausch ähnlich sind: Verwirrung, Sprachstörungen, Ataxie, starke motorische Unruhe, Mydriasis, Mattigkeit. Je nach Stimmungslage stehen Angstgefühl und Depressionen, Gleichgültigkeit oder Euphorie bis hin zu seligem Glücksrausch im Vordergrund. Typisch sind weiterhin Störungen des Persönlichkeits-, Orts- und Zeitgefühls. Berichtet wird auch von einem Gefühl des Schwebens, von überdurchschnittlichen Leibeskräften, von Farbillusionen und seltener von echten Halluzinationen. Tremor, Krämpfe und klonische Muskelzuckungen werden häufig beobachtet. Ein tiefer Schlaf beendet dann meist nach 10 bis 15 Stunden das Pantherina-Syndrom. Die Patienten sind danach meist einigermaßen erholt und ohne Erinnerung an die durchgemachte Vergiftung. Nur in seltenen Fällen bleiben für einige Zeit Spätfolgen bestehen: Interesselosigkeit, leichte Ermüdbarkeit, Gedächtnisschwäche.